Burgruine Iburg

33014 Bad Driburg

33014 Bad Driburg

B64
Beschreibung
Die Wallburg aus dem 8./9. Jahrhundert umfasst ungefähr 4 ha Fläche bei einer Größe von ca. 300 × max. 150 m. Ihre Südflanke ist durch einen sehr steil abfallenden Berghang geschützt. Im Westen setzt an der schmalsten Stelle des Sporns der Hauptwall mit streckenweise erhaltenem Außengraben an. Dieser lässt sich 60 m nach Nordwesten und dann 70 m nach Nordosten verfolgen, bis er vom Aushub des hochmittelalterlichen Burggrabens verschüttet ist. Im weiteren Verlauf ist die Umwehrung nur noch als Terrassenkante zu erkennen. Im Westen war ein zweiter, schwächer ausgeprägter Wall mit einem vorgelagerten, 2,50 m breiten Sohlgraben vorhanden. Auf den Hauptwall ist möglicherweise im 10. Jahrhundert eine vermörtelte Kalksteinmauer in Zweischalentechnik von 1,20 m Stärke gesetzt worden. Auf der Ostseite führte ein Kammertor in den Innenbereich. Ein rundes Steinfundament auf dem Hauptwall könnte auf einen Turm hindeuten. Die hochmittelalterliche Burg besaß eine Größe von ca. 160 × 60 m. Sie war von einem bis zu 20 m breiten und 8 m tiefen Graben und einer 2 m breiten Ringmauer umgeben. Den Zugang bildete ein Torhaus mit Erdbrücke im Norden. Direkt westlich daneben stand ein viereckiger Turm, an den sich zwei Gebäude anschlossen. Unmittelbar vor der westlichen Burgmauer steht die kegelstumpfförmige Ruine eines Bergfriedsvon 13 m Außendurchmesser. Seine Erscheinungsbild wird heute vom ehemaligen Füllmauerwerk geprägt, die frühere Sandsteinschale ist abgetragen worden. Auf der Südseite der Burg sind drei weitere Gebäudegrundrisse – darunter ein Palas – und eine Kirche erfasst worden. Bei den Ausgrabungen wurden unter diesen Gebäuden und der Ringmauer Reste einer älteren Phase dokumentiert.
Internet
http://www.ms-visucom.de/cgi-bin/ebidat.pl?id=3983
Responsives Bild Responsives Bild